Dr. Ilke Borowski-Maaser
Dipl-Ing. Umwelttechnik, Mediatorin, Moderatorin

Meine 3 Kernarbeitsweisen

Systemisch:

Das Ganze und die einzelnen Teile sehen. Wenn Sie alle Aspekte für eine Flächenrenaturierung zusammenbringen wollen, dann engagiere ich mich dafür, dass z.B. Landbesitzer, Tourismusverbände, die Gemeinden vor Ort und Landwirte zusammengebracht werden, zu Wort kommen, Verständnis und im optimalen Fall Akzeptanz entwickeln. Im Ergebnis führt dies dazu, dass Wechselwirkungen und Synergien erkannt und genutzt werden. Ich unterstütze meine Kunden dabei, den Wald und die Bäume zu sehen. Das Zusammenführen und der Ausgleich von konkurrierenden und von sich ergänzenden Interessen liegen mir dabei besonders am Herzen.

Pragmatisch, konkret und flexibel:

Mir geht es darum gute, Prozesse und Veranstaltungen zu gestalten. „Gut“ heißt: Ergebnisse werden in dem Format erzielt, das von meinen Auftraggebern gewünscht wird. Wenn am Ende ein konkreter Umsetzungsfahrplan stehen soll, werden einzelne Schritte identifiziert und mit Inhalten gefüllt. Wenn geklärt werden soll, wie eine weitere Zusammenarbeit aussehen könnte, werden Anliegen und Interessen transparent gemacht und mögliche Optionen eruiert. Meine Methoden passe ich immer so an, dass sie zu den gewünschten Ergebnissen passen. Ob Fokusgruppen, Speed-Dating, World-Café, Rollenspiele oder Ansätze aus der Mediation: Passende Elemente werden so zusammengestellt, dass der Prozess so laufen kann, wie er soll.

Partizipativ:

Das heißt aufbauend auf den vorhandenen Erfahrungen der Beteiligten. Ich höre zu und übersetze, zum Beispiel zwischen Wissenschaft und Praxis. Ich arbeite eng mit Forscherinnen und Forschern zusammen, wenn sie ihre Konzepte in der Praxis testen wollen. Dann kann ich z.B. gemeinsam mit den Akteuren und der Bevölkerung vor Ort festlegen, was ihnen die Wiederherstellung einer Aue wert ist, und was sie investieren wollen. In der Regel ist der überwiegende Teil des notwendigen Wissens bereits in einer Gruppe vorhanden. Es bedarf nur der Strukturierung und manchmal noch des gezielten Inputs, um das notwendige Neue zu entwickeln. Dafür schaffe ich den passenden Rahmen: Damit Ihre Beiträge den richtigen Platz finden und zur gemeinsamen Lösungsfindung beitragen.

Mein Werdegang und Qualifikationen

seit 11/06 Weiterbildung als Mediatorin für den öffentlichen Bereich sowie in Arbeit & Wirtschaft u.a. beim Center für lebenslanges Lernen, Universität Oldenburg
11/02 - 10/08 Promotion: “How can social learning be supported during the implementation of the European Water Framework Directive?” Bei Prof. Dr. Pahl-Wostl, Institut für Umweltsystemforschung, AG Stoffstrommanagement, Universität Osnabrück
10/93 – 02/01 Studium des Technischen Umweltschutzes, TU Berlin mit den Schwerpunkten Wasserreinhaltung, Lärmschutz, Bodensanierung Abschluss: Dipl.-Ing.
08/90 – 01/93 Ausbildung zur Ver- und Entsorgerin, Fachrichtung Abwasser bei der Stadtverwaltung Osnabrück mit Abschluss
seit 1992 Aus- und Weiterbildung zur Moderatorin (Großgruppe), u.a. bei DGB, und MODERATIO®.

2012 Gründung meiner Firma: "Interessen Im Fluss"
2010-2012 Senior Consultant bei seeconsult GmbH, Osnabrück Entwicklung und Umsetzung von partizipativen Prozessen in internationalen und deutschen Forschungsprojekten. Forschung zur Verbesserung von wasserwirtschaftlichen Planungsprozessen, einschließlich der Anwendung von innovativen Konzepten wie z.B. dem der Resilienz zur Verbesserung der Klimaanpassung
2002-2009 Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektmanagerin am Institut für Umweltsystemforschung, AG Stoffstrommanagement, Universität Osnabrück Promotion: “How can social learning be supported during the implementation of the European Water Framework Directive?” Bei Prof. Dr. Pahl-Wostl, Institut für Umweltsystemforschung, AG Stoffstrommanagement, Universität Osnabrück
2001-2002 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet II 3.1 „Übergreifende Angelegenheiten der Wasserwirtschaft & Grundwasserschutz“ beim Umweltbundesamt, Berlin
1993 - 2001 Studium des Technischen Umweltschutzes, TU Berlin mit den Schwerpunkten Wasserreinhaltung, Lärmschutz, Bodensanierung. Abschluss: Dipl.-Ing.
seit 1992 Aus- und Weiterbildung zur Moderatorin (Großgruppe), u.a. bei Moderation.
1990 - 1993 Ausbildung zur Ver- und Entsorgerin, Fachrichtung Abwasser bei der Stadtverwaltung Osnabrück mit Abschluss.

„Ich bin Umweltingenieurin – mit der Erfahrung, dass es auf die Menschen hinter der Technik und den Strukturen ankommt, wenn Sie gute Lösungen für Umweltprobleme brauchen.
Die Kommunikation und Interaktion zwischen den Beteiligten sind ausschlaggebend für den Erfolg und das Ergebnis. Denn nur in gut funktionierenden Entscheidungsprozessen – die nicht immer partizipativ sein müssen – werden technische und fachliche Lösungen gefunden, die dann allgemein und von allen Beteiligten als „gut“ und vor allem auch als machbar erachtet werden.“

„Mit „Interessen im Fluss“ bringe ich Akteure und Stakeholder (wieder) in Bewegung. Einerseits, um der Vielzahl von Interessen und Positionen angemessen Raum und Einfluss zu gewähren. Andererseits um eine wirklich nachhaltige Gesellschaft mitzugestalten, die soziale, ökologische und ökonomische Bedürfnisse immer wieder gegeneinander abwägt. Dabei arbeite ich im In- und Ausland mit Gemeindeverwaltungen ebenso zusammen, wie mit den Bürgern und Bürgerinnen vor Ort, mit Ministerien, Verbänden und Universitäten. Meine Arbeitssprachen sind Englisch und Deutsch.“

„Mein Ziel ist dann erreicht, wenn ich sehe, wie gut die unterschiedlichen Beteiligten miteinander ins Gespräch kommen, voneinander lernen können und ein neues Miteinander entwickeln. Meine Erfahrung ist, dass im Grunde alle Beteiligten kompromissbereit sind. Sie müssen „nur“ merken, dass ihre Interessen und Anliegen gehört und angemessen berücksichtigt werden. Ein Schwerpunkt meiner Arbeit ist es herauszufinden, was genau passieren muss, damit sich dieser Zustand der Wertschätzung einstellt – und darüber hinaus dafür zu sorgen, dass auch genau das passiert.“

„Aus diesem Grund arbeite ich an den Schnittstellen der Umwelt-Ressourcen- Bewirtschaftung: z.B. zwischen Landwirtschaft, Tourismus und Gewässerschutz, zwischen Wissenschaft und Praxis oder zwischen regionaler und europäischer Ebene. Diese Schnittstellen verbinden die unterschiedlichen Interessen, die für eine nachhaltige Gesellschaft ausgeglichen werden müssen. Mein Ziel ist es, Zusammenarbeit und gemeinsames Lernen zu unterstützen, verschiedene Interessen (wieder) in Fluss zu bringen und eine Umgebung zu schaffen, in der alle Beteiligten Kraft schöpfen können, um wichtige Lösungen umzusetzen.“