vechtpesDie Vechte ist von (un)schätzbarem Wert… ??

Können Ökosystem – Leistungen Zahlungen für die Umsetzung von grenzübergreifender Auenrenaturierung generieren?

Ein schöner und naturnaher Fluss soll die Vechte werden – das ist das Ziel der grenzübergreifenden Vechtetal-Strategie (www.devecht.eu): mit sauberem Wasser, einer intakten Flora und Fauna, sicher, und in einer wirtschaftlich fruchtbaren Region. Was genau dafür getan werden muss – und wie- ist teilweise noch offen. Es gibt viel Raum für neue Ideen und Initiativen.

Eine dieser Ideen war, herauszufinden: Was ist den Menschen, die im Vechtegebiet leben, wichtig z.B. für ihre Erholung, oder um ihr Einkommen im Vechtetal zu sichern?  Unser grenzübergreifendes Forschungsprojekt setzte hier  an.

Während wir am Anfang insgesamt mit den Akteuren vor Ort geschaut haben, was die Vechte für sie bedeutet, sind wir im 2. Teil konkret geworden: Parallel zu einem tatsächlichen Planungsprozess für eine grenzübergreifende Auenrenaturierung zwischen Hardenberg und Laar mit den Akteuren vor Ort haben wir gemeinsam analysiert und bewertet: Welche Kosten und Nutzen entstehen durch die Auenrenaturierung? Wovon hängen sie ab? Lassen sie sich in ihrem Wert abschätzen?

Diagramm_KN_VechtPES

In der Wissenschaft wird der Ansatz mit dem Konzept der „Ökosystemleistungen“  beschrieben. Dabei ist es wichtig, dass:

  • das Vechtetal als Ökosystem gesehen wird;
  • die Eigenschaften und Prozesse des Ökosystems durch die Gesellschaft genutzt werden können und so als Leistungen des Ökosystems zur Verfügung stehen;
  • durch die Veränderung der Ökosystemleistungen (z.B. durch veränderte Landnutzung) die Nutzen und Kosten bei den Akteuren entstehen;
  • ein Ansatz für den Ausgleich der Kosten und Nutzen als ‘payment for ecosystem services (PES) scheme’ (aus dem englischen „Zahlungen für Ökosystem – Leistungen“) bezeichnet wird.

Ergebnis war auch ein Schema für einen Zahlungsausgleich zwischen Kosten und Nutzen der Auenrenaturierung. Zur Zeit (2014) untersuchen wir, ob in dem Kontext öffentlicher Gewässerbewirtschaftung die Umsetzung eines solchen Schemas möglich ist. Erste Ergebnisse weisen eher auf die Grenzen hin. Akteure scheinen wenig bereit zu sein, in die Auenrenaturierung zu investieren, weil der Nutzen zu unsicher ist und die Maßnahme zu klein.

Für weitere Informationen zu dem Projekt stehen Ihnen gerne Dr. Ilke Borowski–Maaser (bm@interessen-im-fluss.de) in Deutschland sowie Jos Brils (jos.brils@deltares.nl) in den Niederlanden zur Verfügung.

Dutch:
Uw vind een samenvatting in het Nederlands hier.

Dokumente:

pdficon_large Abschlussbericht / Final Report (Version 31st August 2014)(einschließlich einer deutschen Zusammenfassung)
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pdficon_large Vechte Phase 1 Finalreport (2011)
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Zwischenergebnisse (Kosten / Nutzen Ermittlung, Poster vom 3. Vechte Symposium, Zwolle, Niederlande).

pdficon_large VechtPes Poster (English)
Englisch Poster (Sept. 2013)
pdficon_large VechtPes Poster (Dutch)
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pdficon_large VechtPes Poster (German)
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Das Projekt wird durchgeführt von einem niederländisch-deutschem Konsortium (Dr. Ilke Borowski-Maaser, Hannover; Suzanne van der Meulen, Karen Molenaar und Jos Brils (Deltares, Niederlande); Dr. Uta Sauer und Dr. Jörg Cortekar (Georg-August-Universität, Göttingen)). Dabei besteht eine enge Kooperation mit den lokalen Akteuren, insbesondere der Waterschap Velt en Vecht, Gemeente Hardenberg auf niederländischer Seite sowie dem Landkreis Grafschaft Bentheim, der Samtgemeinde Emlicheim, demVechteverband und dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz auf deutscher Seite.

Wir dankendem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, dem Nederlandse Ministerie voor Infrastructuur en Milieu sowie dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz für die finanzielle Unterstützung.